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Pelzrobben en masse — Pekeka, New Zealand

Pekeka, New Zealand

Where I stayed
Pekeka Beach Holiday Park
What I did
Kaikoura Peninsula Walkway
Point Kean Seal Colony
South Bay Recreation Reserve


Am Pekeka Beach erwachten wir wieder bei trockenem Wetter. Noch am Vorabend hatte uns die Camping-Verwalterin sogar einen Wetter-Rabatt für unseren Stellplatz mit Meersicht offeriert. Anscheinend ist es wirklich nicht üblich, dass es auf der Ostseite der Südinsel wie aus Kübeln giesst... Wir verspürten keine Eile und gönnten uns ein schmackhaftes Frühstück an der Sonne, ausnahmsweise sogar mit Speck und Rührei. Zum perfekten Start in den Tag hat einzig das obligate Cüpli gefehlt. :-)

Langsam aber sicher in den Modus „Neuseeland ausklingen lassen und langsam tun" übergehend, rafften wir uns kurz vor Mittag auf ins Dorf-Zentrum von Kaikoura bzw. in dessen Visitor Center. Touristen unternehmen in Kaikoura gern Wal- oder Delfinbesichtigungen, sei es vom Wasser oder von der Luft aus. Uns befremdete zum einen, mit dröhnenden Rotoren Tiere in der Wildnis zu stören und zum anderen war das Verlangen, erneut eine Bootstour zu unternehmen zu wenig stark. Wir wählten die budgetoptimierte Variante und wanderten rund um die Halbinsel.

Der Fussmarsch auf dem Peninsula Walkway hielt überraschenderweise Sujets bereit, die wir auch nach fast vier Wochen im Kiwi-Land noch nicht kennen: Pelzrobben, die sich einem auf dem Parkplatz in den Weg legen, und Kühe, die weidend im saftig grünen Gras vor schneebedeckten Bergen die Aussicht auf das Meer geniessen. Dass die Milch bei solch glücklichen Milchproduzenten besonders nahrhaft ist, können wir nun nachvollziehen. Die extrem hohen Milchpreise (2 Liter = ca. CHF 4.80) bleiben uns trotzdem ein Rätsel... Der Anblick der u. a. aus Kalkstein geformten Küste gefiel uns sehr, wir sogen die Klippenszenerie richtigehend in uns auf; wir hielten oft, um mit dem Fernglas das offene Meer nach Walen oder Delfinen abzusuchen. Blieben diese unentdeckt, konnten wir uns die Zeit endlos lang damit vertreiben, den Pelzrobben auf den Felsen beim Baden, sich Duellieren, sich Putzen, etc. zuzuschauen. Haben wir auf unserer Reise bereits mehrmals Fur Seals angetroffen, war in Kaikoura die Grösse der Kolonie speziell – die Felsen waren praktisch mit Tieren zugekleistert. Als wir eine Kuhweide überquerten und Alpenpizzas ausweichen mussten, kamen trotz Meer und deren uns ungewohnten Bewohnern heimatliche Gefühle auf.

Auf dem Campingplatz konnten wir die Vorzüge des Strandstellplatzes auskosten. Gemütlich sassen wir draussen und sahen die Sonne hinter den Hügeln versinken. Für die restlichen drei Tage standen der Besuch des Thermalbad-Ortes Hanmer Springs oder der Banks Peninsula, südöstlich von Christchurch, zur Auswahl. Da wir nie zu den Wellness-Typen zählen werden, entschieden wir uns, in Richtung Christchurch zurückzufahren und den Neuseeland-Aufenthalt im beschaulichen Hafenörtchen Akaroa in aller Ruhe zu Ende gehen zu lassen.